Ostern

Dieser Beitrag ist mir nun eine Herzensangelegenheit. Hier spinnen alle wegen dieses Osterns. Ein Fest rund um ein Ei und einen Hasen.
Alle Druckprodukte müssen fröhliche kleine Hasen beinhalten. Gerne mit einem dämlichen Korb auf dem Rücken. Dort trägt der Löffelgeselle bemalte Eier, die er den Kindern schenkt. Auf einigen – wie sagt die Blonde so schön? – „Retrobildern“ bemald der dusslige Kerl die Eier auch noch selbst.

Hallo? Was in aller Welt ist denn im Trinkwasser der Menschen um diese Zeit? Das kann nicht gesund sein…. Nur so kann ich mir das erklären.
Zuerst einmal: Ein aufrecht laufender Hase, der Eier trägt. Ich habe mir erst letztens die Hasen des Bauern nebenan genau angesehen. Keiner davon hatte einen Korb mit Eiern. Und aufrecht laufen die auch nicht. Sie laufen zwar relativ schnell – zumindest letztens als ich in ihr Gehege gekrochen bin – aber da hat sich keiner sein Körbchen geschnappt und ist auf zwei Beinen davon gelaufen.

Dann: Hasen, die Eier bemalen? Retro hin oder her – das gab es früher nicht und heute auch nicht. Ich habe die Schnüffelnasen beobachtet. Die haben nicht mal Daumen! Wie sollen die etwas bemalen?
Gut, ich habe auch keine Daumen, aber ich behaupte von mir ja auch nicht der nächste Eier-Picasso zu sein.

Also meine Meinung: Ostern ist ein Fest zu Ehren einer total überschätzten Tierrasse, denen Eigenschaften zugeschrieben werden, die sie definitiv nicht haben.
Warum nicht zu Ehren von Katzen? Wir haben zahlreiche positive Eigenschaften die es wert wären, mit einem eigenen Festtag geehrt zu werden. Zum Beispiel unsere Fähigkeit auf dem Rücken zu liegen, ein Bein in die Höhe zu strecken und dabei an unserem Hintern zu lecken. Hah! Habt ihr Zweibeiner das mal versucht? Das könnt Ihr nicht – auch nicht mit genügend Yogaübung. Das fehlt wirklich die Anerkennung Eurerseits!
Ach was red ich mir denn hier den Mund fusselig. Ihr versteht das eh nicht. Ich fordere auf jeden Fall die Abschaffung Osterns und die Einführung eines Katzensamstags oder Katzensonntags. Mit Bildern von fröhlichen Katen, die sich den Hintern lecken. Jawoll.

Und jetzt geh ich was essen.

gez-derkater

Büroleben

Ach, ihr habt ja alle keine Ahnung wie schwer mein Leben so ist!
Daher möchte ich Euch heute ein wenig aus meinem Büroalltag erzählen.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass in morgens immer pünktlich meinen Dienst als Büroaufsicht antrete. Heute habe ich mir als Standpunkt einen Stuhl im großen Büro bei den beiden Damen ausgesucht. Die Blonde ist derzeit wieder vermehrt im Büro. Lästig, da ich nun nicht mehr in Ruhe auf ihrem Schreibtisch liegen kann. Das letzte halbe Jahr war sie mit ihrem Nachwuchs beschäftigt – das war eine angenehm ruhige Zeit. Jetzt schleppt sie das Baby regelmäßig ins Büro. Nur eine Frage der Zeit, bis die Kleine versucht mich zu streicheln. Ich muss mich wappnen, das darf nicht passieren.

Die andere Frau im Büro tippt immer so laut. Aber ich habe gelernt, das zu ignorieren. Wenn es zuviel wird, dann kann ich mich ja immer noch auf die Tastatur setzen. Dann ist damit Schluss. An sich ist sie sonst ganz angenehm, sie ist zumindest immer bereit ihre Pflicht an Streicheleinheiten zu leisten. Diese werde ich nachher noch für heute einfordern.

Im anderen Büro sitzt noch er. Er hat selten Lust mich zu streicheln und meint, er sei der Mann hier im Büro. In sein Büro schleiche ich mich hin und wieder und hecke vor Ort meinen Plan zur Übernahme seines Büros aus. Meine Zeit wird kommen.

Im dritten Büro sitzt die Rothaarige. Da liege ich auch am liebsten. Sie macht mir immer brav Platz im Postausgang oder wo auch immer ich liegen möchte. Angenehme Person. Nur telefoniert sie immer so viel. Dieser Lärm ist ein wenig lästig. Ich werde mich da in nächster Zeit einmal ernsthaft mit ihr unterhalten müssen.

Moment, es geht jemand in Richtung Küche. Ich komme gleich wieder – muss schnell durch seine Beine streichen und lautstark klarmachen, dass ein kleiner Snack für mich durchaus angepracht wäre. Bin gleich wieder da!

So. Das wäre erledigt. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Zielperson wollte auf die Toilette abbiegen, das habe ich aber verhindert. Im Notfall gehe ich auch mit und setze mich gegenüber, damit die Zielperson nicht vergisst, warum sie eigentlich unterwegs war – mein Essen.

Jetzt werde ich mich erst einmal ausruhen. Ach, ihr habt ja keine Ahnung wie stressig mein Tag so ist!

gez-derkater

Eröffnungstext

Ein Eröffnungstext. Das hier wird ein Eröffnungstext. Verstanden?
Man hat mich gezwungen, ihn zu schreiben. Überhaupt zwingt man mich überhaupt dieses Blogdingsbums zu verfassen. Tu was für Dein Futter, haben sie gesagt. Mach Dich mal nützlich, haben sie gesagt. Lieg hier nicht immer nur faul rum, haben sie gesagt.
Die haben doch überhaupt keine Ahnung. Faul. Ich? Wenn hier einer arbeitet, dann bin doch wohl ich das.
Nach einer langen Nacht voller Arbeit – so ein Grundstück kümmert sich nicht um sich selbst und ich bin schließlich der einzige, der hier alles im Griff hat – schleife ich mich gnädig in der Früh ins Büro und besetze meinen Posten. Postausgang haben sie den genannt. Mir egal, die Kiste gehört mir! Dann sorge ich für Ruhe und Ordnung. Hin und wieder begebe ich mich dafür auch in die Nachbarräume und sortiere dort die Unterlagen neu durch. Außer mir rührt das ja niemand an. Dann lege ich mich dort vor die Bildschirme der Kollegen und beobachte sie ganz genau. Nicht dass die denken, sie könnten hier ne ruhige Kugel schieben.
Dann kontrolliere ich die Tastatur, ob noch alle Buchstaben da sind. Und dann schimpfen sie. Ja, Undank ist der Welten Lohn!
Bürokater haben sie mich genannt. Pah, Büroaufseher trifft es wohl eher. Und wegen der Futterangelegenheit: Sie essen jeden Mittag in Ruhe, ich muss jedesmal um ein kleines Schälchen betteln. Was ich natürlich auch tue. Ansonsten schleiche ich in ihren Füßen so lange herum bis sie stolpern. Geschieht ihnen recht.

Aber ich bin ja ein gutmütiges Kerlchen. Dann schreib ich halt auch noch dieses Blogdingsbums. Damit hier endlich mal jemand arbeitet.

gez-derkater